Tausche Winterpulli gegen Sommerfell

 

Wenn die Tage wieder länger werden beginnen die Pferde, ihr Winterfell abzustoßen. Während im Herbst nur wenige Haare ausfallen und hauptsächlich Unterfell nachgeschoben wird, ersetzt das Pferd im Frühjahr sein komplettes Haarkleid mit Ausnahme von Mähne, Schweif und Tasthaaren. Wann der Fellwechsel beginnt, hängt übrigens nicht nur von der Temperatur ab, sondern hauptsächlich von Tageslänge und Sonnenlicht.

 

Der Organismus läuft in dieser Zeit auf Hochtouren. Nicht selten geht der Fellwechsel mit Müdigkeit, angelaufenen Beinen und einer Schwächung des Immunsystems einher, die Anfälligkeit für Erkrankungen steigt, schwerfuttrige Pferde können an Gewicht verlieren.

 

Reagiert Ihr Pferd in dieser Zeit mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit, sollten Sie es nur schonend arbeiten.

 

Während des Fellwechsels ist ganz besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen zu achten.

 

Allgemein positiv auf Haut und Fell wirken Öle, am besten kaltgepresst mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. Leinöl.

 

Instinktiv knabbern Pferde besonders im Fellwechsel gerne an Zweigen und Rinden von Obstbäumen, Birke und Haselnuss, da in den Baumrinden ätherische Öle, Mineralien und Vitamine enthalten sind. Das Kauen an den Zweigen ist überdies gut für die Zähne. 

 

Regelmäßiges und gründliches Putzen wirkt wie eine Massage, fördert die Durchblutung und versorgt die Haut mit den notwendigen Nährstoffen. Die Pferde genießen es, wenn sie ausgiebig gestriegelt werden, da sie ihr altes Fell schnell loswerden wollen – denn die abgestorbenen Haare jucken.